KG-Sieglar

Glanzvolle Proklamation mit Prinz Holger I., Jungfrau Chrissi und Bauer Peter!

Prinzenduett mit den Bläck Föös und ein Blötschkopp, der das Sitzungspräsidium übernehmen wollte ...

KG Sieglar:Prinzenproklamation in der Sieglarer Küz, Fotos: Carsten Seim

Aus Sicht des Autors hatte diese wirklich denkwürdige Prunksitzung am 17. Januar 2015 viele Highlights, unter denen jedoch vier in besonderer Weise hervorzuheben sind:

  • Erstens natürlich die Proklamation von Prinz Holger I. (Hürten), der mit Jungfrau Chrissi (Christian Seigerschmidt) und Bauer Peter (Biller) sowie den Adjutanten Marco Esch, Präsident dieser Karnevalsgesellschaft, Hans Peter Hausmann, Uwe Schmidberger und Marc Weinrebe sowie einem über 90(!)-köpfigen Gefolge aus Mitarbeitern der VR Bank Rhein-Sieg sowie der 1. Großen Karnevalsgesellschaft Sieglar glanzvoll umjubelt und Strüßjer werfend in einem Meer rot-weißer Fähnchen in den Saal einzog.

    KG Sieglar:Prinzenproklamation in der Sieglarer Küz, Fotos: Carsten Seim

    Zur Melodie von "Ich bin nur ne kölsche Jung" bekannte sich Holger I. zu seiner Herkunft us Loor. Seliges Mitsingen in der Küz. Dass diese Dreigestirn auch rocken kann, bewies es nach dem Schlusskonzert der Räuber (siehe unten) mit einem fetzigen "Born to be wild" der legendären Band Steppenwolf - Soundtrack zum Kultfilm der 60er-Jahre: "Easy Rider" mit Dennis Hopper und Peter Fonda. Jüngere werden hier in Wikipedia nachschlagen, doch CDU-Fraktionsvorsitzende Beate Schlich (Ü30 :-)) war sofort im Stoff und sang jedes Wort mit!

    KG Sieglar:Prinzenproklamation in der Sieglarer Küz, Fotos: Carsten Seim

    Die Proklamations-Zeremonie lief perfekt ab. Abschied von den Königen vom Pompe Jupp, die mit Stephan Offermanns, Ralf Meurer und Bauer Stephan Römer das Dreigestirn der vergangenen Session gestellt hatten. Sie waren mit Prinzenführer Heinz Wäldl, Alexander Pyzalski, Roland Gäntgen, Wolfgang Schmitz-Mertens, Sven Buks und Carsten Seim präsent und schunkelten zum Abschied zu "Unser Dorf voll Lück mit Hätz". Den Stadtschlüssel gab es von Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski, die Feder der Narretei aus der Hand des Ortsringvorsitzenden und KG-Literaten Matthias Esch.

    KG Sieglar:Prinzenproklamation in der Sieglarer Küz, Fotos: Carsten Seim

  • Zweitens das Duett von Prinz Holger I. mit den Bläck Fööss! Gemeinsam mit Peter Schütten sang Sieglars neue Tollität: "Doch wat deit mer nit alles für die Liebealles für die Liebe un e besje Jlöck." Karneval ist Jlöck pur. Für alle auf der Bühne und auch davor! Das sind Momente, die niemand vergisst! E Levve lang nit.

    KG Sieglar:Prinzenproklamation in der Sieglarer Küz, Fotos: Carsten Seim

  • Drittens: Jlöck empfanden wir an diesem Abend gemeinsam mit einem, den das Schicksal hart getroffen hatte - ne Bergische Jung Willibert Pauels. Wiederauferstanden aus den Tiefen einer schweren Depression stand er mit Hütchen, roter Pappnas und Clownbrille auf der Küz-Bühne und riss die Arme hoch wie ein Fußballer nach einem erfolgreichen Torschuss. Er hatte den Lööre Ohs aus der Hand von Matthias Esch erhalten. Dies, so KG-Präsident Marco Esch, ist die höchste Auszeichnung der 1. Großen KG Sieglar, die nur an Karnevalisten mit besonderen Verdiensten vergeben wird. Willibert Pauels hat die Menschen in der Küz nicht nur im Karneval immer wieder begeistert. Marco Esch erinnerte auch an die kölsche Weihnacht mit dem Bergischen Jung. Dieser konzentriert sich nun auf seinen Beruf eines Diakons, doch dass er ein großartiger Redner ist, bewies er mit einem sehr anrührenden und sehr rheinischen Beitrag über seine "Höllenkrankheit", die der Rheinländer et ärme Dier nennt. Doch ähnlich harmlos, so Pauels, klingt ja auch die rheinische Version für Ehebruch: Fisternöllche. Dieser Redner ließ seine Zuhörer an diesem Abend zwischen Rührung und überschäumender Heiterkeit schwanken. Wir alle hoffen, dass wir ihn in der Küz wiedersehen.
    KG Sieglar:Prinzenproklamation in der Sieglarer Küz, Fotos: Carsten Seim

  • Viertens Spontan-Jeck Blötschkopp Marc Metzger: Er ist immer ein Highlight und in seiner anarchischen Präsentation ein Solitär unter den rheinischen Rednern. "Sie haben ihren Teller aber immer aufgegessen!", begrüßte er den hochgewachsenen Bombi-Vize Uli Meyer bei Betreten des Saales und setzte nach: "Den Teller, meine ich." Der Adressierte und die Umstehenden brüllten vor Lachen. Aber das war noch nicht der Gipfel des jecken Wahnsinns. Nur für eine Minute war der Präsidenten-Stuhl auf dem Podium des Elferrates verwaist. Prompt hatte der Blötschkopp ihn gekapert und erklärte diese Prunksitzung frech für "beendet"! Doch seine Sitznachbarn Christian Winkler und Roman Brück hielten alle Unterlagen fest und darüber hinaus tapfer die Stellung, bis KG-Präsident Marco Esch wieder zur Stelle war und den Eindringling freundlich wieder vom Podium auf die Bühne dirigierte. Hier machte der Blötschkopp weiter und gab auch eine Zugabe. Das war großes Jecken-Kino, und alle im Saal waren atemlos ... vor Lachen.

Bloetschkopp okkupiert KG-Sieglar-Elferrat, Foto: Carsten Seim

Die weiteren Höhepunkte dieses großartigen Proklamationsabends: Bürgergarde blau-gold Ehrenfeld", der kölsche Schutzmann Jupp Menth, ne Knallkopp Dieter Röder, das Tanzkorps Rheinmatrosen mit Artistik, die die Schwerkraft vergessen lässt und Solotrompeter Lutz Knieps, der im abgedunkelten Saal mit rheinischen Melodien zum Mitsingen animierte. Gleichzeitig feuerte sein Team eine wunderbare Lasershow zum 90. Jubiläum der 1. Großen Karnevalsgesellschaft Sieglar ab, die immer wieder für Szenenapplaus sorgte. 

Den Schlussgong setzten wie so oft bei KG-Veranstaltungen die Räuber. Noch einmal wurden selig die rot-weißen Fähnchen geschwenkt und dieses besondere Gemeinschaftsgefühl, das zu den magischen Momenten von KG-Sitzungen gehört, stellte sich wieder ein. Danke. Amen. Loor Alaaf! Wir freuen uns auf diese Session mit Holger I., Jungfrau Chrissi und Bauer Peter. Wunderbar, dass Ihr da seid!

Bericht und Fotos: Carsten Seim für die 1. Große KG Sieglar

Prinzenproklamation Sieglar: die Räuber

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