KG-Sieglar

Der unglaublich jecke Laufsteg zum Sessionsauftakt



Mädchensitzung am Freitag, 8. November: Viele Akteure dieses von Marco Esch geleiteten Sieglarer Festaktes weiblichen Narrentums hatten ihrem ersten Auftritt in der neuen Session, die offiziell in drei Tagen beginnt. Sieglarer Mädchen sind damit immer früher am Start als andere. Entsprechend war die Spielfreude. Prall das Programm.

Martin Schopps als Eisbrecher. Guido Cantz – im neuen floral designten roten Anzug – sehr gut aufgelegt. Mit nicht ganz jugendfreien spontanen Gags zum Beispiel über Tannenbaum-Ständer. Dirty Guido eben. Er darf das.



Ungewöhnlich politisch präsentierte sich die pralle Putzfrau Achnes Kasulke. „Besser eine Kanzlerin, die zittert, als ein Präsident, der twittert.“ Soviel ist sicher: Trump wird auch in der neuen Session eine Zielscheibe der Karnevalsredner bleiben. Auch Teutis Eck kam im Cantz-Vortrag wieder zu Ehren.

Die Ouvertüre des von KG-Literat Matthias Esch zusammengestellten musikalischen Programm des Abends boten die Klüngelköpp. Mit fulminanten Trommelwirbel und neuen Sessionsliedern. Die Titel der neuen Session werden wir sicher in der vor uns liegenden Session erneut zu hören bekommen.

1. „Immer widder dun.“ – auch bei dieser denkwürdigen Mädchensitzung wurden viele Stammgästinnen gesichtet.

2. „Dat Hätz vun Kölle“ – schlägt in Loor besonders laut.

3. „He will ich sin“ – der KG-Termin war natürlich wieder einmal völlig ausverkauft.

Die Räuber präsentierten sich mit neuem Material zum Auftakt unglaublich rockig. Die Handschrift von Gitarrist Schrader und dem neuen Frontmann Sven West ist in dieser Session deutlicher spürbar. West war im Saal unterwegs und bot während seiner Show reichlich Stoff Erinnerungsfotos für Erinnerungsfotos für Lööre Mädchen. Schaut Euch auch die Galerie an. Es sind noch mehr dabei.

Kasalla (hüpfende Musiker und Mädchen) und Cat Ballou (grandioses Finale) komplettierten das Musik-Setup und präsentierten gleichfalls neue Sessionslieder.

Man muss dabei gewesen sein, um die Euphorie bemessen zu können, in die sich sich die Akteure auf der Bühne und die Mädchen im Saal aufschaukeln, wenn die Stattgarde die Bühne entert und die Tänzer sich entblättern. Großes Kino.



Wie bereits geschrieben: Das Herz von Köln schlägt in Köln besonders laut. Die Original Tanzgruppe Kölsch Hännes'chen 1955 e. V. bot nostalgisch kostümiert die sympathische Illustration dazu mit allegorischen Figuren der Domstadtgeschichte – vom namensgebenden Hänneschen bis zu „Rita Schnell“.

DJ Jürgen Zimmermann bestritt die After-Show-Party dieses euphorischen Abends.

Wie immer war die Mädchensitzung ein jecker Laufsteg. Wir erlebten Eisprinzessinnen, Rauschgoldengel und Clowns – oft gruppenweise kostümiert. Wie schön.

Text und Fotos: Carsten Seim für die 1. Große KG Sieglar.